Energieeffizienz

Energieeffizienz steigern

Bauen Energie
Energieeffizienz
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Der Begriff Energieeffizienz ist in aller Munde, doch worum geht es dabei eigentlich? Kurz erklärt bedeutet es, Ressourcen so einzusetzen, dass das dabei möglichst viel herauskommt. Jedoch darf bei allen Maßnahmen, die zur Steigerung der Effizienz eingesetzt werden, das Ergebnis nicht leiden. Auch die EU ist sehr auf die Verbesserung der Energieeffizienz bedacht. In einem ehrgeizigen Maßnahmenpaket wurde festgelegt, den Verbrauch innerhalb der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken.

Energieeffizienz in der Praxis

Möchte man Maßnahmen ergreifen, um Strom zu sparen, soll wie schon erwähnt das Resultat dasselbe bleiben. Baut man zum Beispiel aus Spargründen eine neue Heizung ein, möchte man es im Haus weiterhin warm haben. Erreicht die Temperatur hingegen an kalten Wintertagen maximal 28 Grad, hat man wohl Geld gespart, jedoch nicht im Sinne der Energieeffizienz. Effizienz bedeutet dass man umgangssprachlich für sein Geld die bestmögliche Wirkung bekommt. Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen gibt es viele. Einerseits kann in älteren Gebäuden durch schlechte Dämmung viel Wärme nach außen entweichen. Durch gezielte Maßnahmen werden Häuser heute so saniert, dass Wärme im Haus bleibt und nicht entweicht. Auch im Haus selbst kann jeder etwas dazu beitragen, um Strom zu sparen.

Die ersten Schritte – der Energiecheck

Wenn man den Verdacht hat, zu Hause Energie nicht bestmöglich zu nutzen, steht die Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude mit kompetentem Rat zur Seite. Wenn man ein Haus kauft oder verkauft, weiß man über den Energieverbrauch in der Regel Bescheid. Jedes Gebäude muss nämlich über einen Energieausweis verfügen. Wenn man in einem älteren Haus wohnt und nicht vorhat, auszuziehen, lohnt sich dennoch ein Energiecheck bei einem Profi. Dabei wird festgestellt, wie effizient die Heizung arbeitet, wie gut ein Haus gedämmt ist. Diese und ähnliche Faktoren werden in Betracht gezogen, bevor der Profi einen Sanierungsplan erstellt.

Was bringen online Sanierungsrechner?

Wer ernsthaft eine Renovierung des Eigenheims in Betracht zieht, kann sich im Internet kostenlos über Kosten und Nutzen verschiedener Arbeiten informieren. Dazu sucht man einfach das Portal eines Sanierungsrechners auf und wählt aus, für welche baulichen Veränderungen man sich interessiert. Denkt man zum Beispiel über eine neue Heizung nach, sind viele Faktoren relevant, um Kosten und Nutzen zu berechnen, darunter zum Beispiel:

  • Baujahr
  • Anzahl der Geschosse
  • Ausrichtung Nord/Süd/Ost/West
  • Ist das Gebäude unterkellert – wenn ja ist der Keller beheizt?
  • Winkel und Form des Daches
  • Welche Fenster hat das Haus (Wärmeschutzverglasung oder einfache Fenster?)
  • Handelt es sich um ein freistehendes Haus oder ein Reihenhaus?

Hat man diese und ähnliche Fragen wahrheitsgetreu beantwortet, wird ermittelt, ob Sanierungsmaßnahmen überhaupt notwendig sind. Dann muss man noch eingeben, was man mit den Umbauarbeiten erreichen möchte – also zum Beispiel bestmöglichstes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Bevor man das endgültige Ergebnis erhält, wird noch ein maximales Budget definiert. Bei dem praktischen Online Tool erhält man dann eine Einschätzung über den Ist-Zustand des Hauses und ein Aufstellung über empfohlene Maßnahmen. Dabei wird der User auch gleich über das Energiesparpotential informiert. Anschließend ist es möglich, gleich online Baufirmen oder Installateure zu kontaktieren und ein unverbindliches Angebot einzuholen. Vor Beauftragung eines Unternehmens wird eine unabhängige Beratung und Begleitung der Maßnahmen durch qualifizierte Sachverständige (Listung gem. „Energieeffizienz-Expertenliste“) von KfW und BAFA empfohlen. Die KfW unterstützt sogar mit 50% der anfallenden Honorarkosten.

Der Sanierungsrechner ist hilfreich, um eine erste Kostenabschätzung vorzunehmen. Der Service ist anonym, man benötigt nur wenige Minuten, um alle Fragen zu beantworten.

Energieeffizienz im Hause

Nicht nur durch eine schlecht gedämmte Fassade, alte Fenster und ein renovierungsbedürftiges Dach geht viel Energie verloren. Auch im Haushalt sind wahre Energiefresser zu finden. Wer schon 10 oder mehr Jahre in ein und derselben Wohnung lebt, sollte einmal alle Elektrogeräte genau unter die Lupe nehmen. Darunter befinden sich nämlich garantiert einige Stromfresser. Seitdem die Europäische Union die sogenannten Energieeffizienzklassen eingeführt hat, sind Konsumenten besser über den Stromverbrauch von Kühlschrank, Waschmaschine, Herd & Co informiert. Zunächst galt A als beste Klasse, durch immer neuere Technologien gelang es, die Geräte stromsparender zu machen. Daher wurden die Klassen A+, A++ und mittlerweile auch A+++ eingeführt. Experten empfehlen, sich am besten für die höchste Energieeffizienzklasse zu entscheiden. Geräte mit A+++ Label sind zwar teurer als andere mit vergleichbarer Leistung, dafür hat man die zusätzliche Investition aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs bald wettgemacht. Ein A+++ Kühlschrank benötigt nämlich um 50 Prozent weniger Strom als Geräte mit dem A oder A+ Label. Mittlerweile müssen übrigens auch online Händler ihre Kunden genau über den Stromverbrauch informieren. In den Produktbeschreibungen muss die Energieklasse genau beschrieben werden.

Einfache Maßnahmen zum Strom sparen

Strom sparen kann man nicht nur, indem man alte Elektrogeräte durch neue ersetzt. Auch im Alltag lässt sich Strom sparen. Dass man das Licht abdreht, wenn man einen Raum verlässt, sollte schon jedes Kind wissen. Außerdem benötigen Elektrogeräte auch Strom, wenn sie im Standby-Modus laufen. Daher ist es sinnvoll, den Stromkreis zu trennen. Dazu verwendet man am besten eine Steckleiste mit einem Schalter. Energie zu sparen zahlt sich aus – für das eigene Budget und für die Umwelt.